HITBASE-Teilnehmerin Natalie Bielecka im Interview

Das Projekt HITBASE Wodo wurde auf Initiative von Jugendgemeinderätin Sabine Mauser in Kooperation mit dem Jugendtreff Outback im Herbst 2021 ins Leben gerufen, um den Jugendlichen in und um Wolkersdorf nach den Kontaktbeschränkungen durch Corona und der damit verbundenen Vereinsamung wieder eine Perspektive zu eröffnen.

Da Musik bei Jugendlichen eine ganz wichtige Rolle spielt, gab es für fünf junge Talente die Möglichkeit, ein professionelles Demoband der eigenen Musik beim Wolkersdorfer Produzenten-Team HOOKEPACK nahezu gratis zu produzieren. Eine Bewerberin, die diese Gelegenheit beim Schopf gepackt hat ist Natalie Bielecka. Sabine Mauser hat sie zu einem Interview getroffen.

S.M.: Wir würden gerne mehr über dich erfahren! Erzähle unseren Lesern etwas über deinen künstlerischen Werdegang!

N.B.: Ich habe bereits in der Volksschule mit Privatunterricht am Klavier begonnen. Später bin ich dann zu Alexander Blach (Anmerkung der Redaktion: Leiter der Musikschule Wolkersdorf) in die Musikschule gekommen. Da ist mir dann der Knopf aufgegangen, weil er mir so geholfen hat und mich zu Outback- und babü-Sessions mitnahm, wodurch ich die Möglichkeit hatte, bei vielen Sachen zu spielen. Das war anfangs noch sehr ungewohnt und ich war total schüchtern, aber ich konnte rasch Bühnenerfahrung sammeln. Dann ist auch der Gesang dazugekommen, was mir großen Spaß gemacht hat. Ich habe dann mit 15 mit Gesangsunterricht an der Musikschule angefangen und die Dinge haben sich weiterentwickelt. Ich war dann auch noch in der Musicalakademie und 2019 haben wir schließlich eine Band gegründet, die heißt Tonardo, wo wir bei Geburtstagsfeiern und dergleichen spielen oder auch beim Jugendtag der Genuss-Kultur-Begegnung-Veranstaltungsreihe der Gemeinde.

S.M.: Ja, da habe ich dich eh gehört – ich war gleich total begeistert von deiner Stimme. Andere Frage: Wie bist du auf das Projekt HITBASE Wodo aufmerksam geworden?

N.B.: Ich habe es zuerst mal irgendwo auf Social Media gelesen und dann hat eben auch der Alex Blach erwähnt, dass es das gibt und dass ich das ja machen könnte, weil es eine coole Sache ist. Und dann hat mir das der Didi vom Outback auch erzählt und dann habe ich mir gedacht – warum eigentlich nicht – voll cool, dass es das gibt. Dann habe ich einfach ein Video von einem Auftritt mit meiner Band eingeschickt. Dann ist mal eine Zeit lang nichts passiert, da dachte ich schon OK, dann wird’s wohl nix, aber dann hat sich der Andi Steiner von Hookepack bei mir gemeldet.

S.M.: Wie hat dir die Zusammenarbeit gefallen? Wie war das erste Treffen?

N.B.: Cool – wir sind gleich voll losgestartet: ich dachte ich komme mal vorbei und wir plaudern ein wenig, in welche Richtung der Song gehen soll. Wir haben dann aber gleich voll losgelegt und gemeinsam das Lied innerhalb eines Tages fertig entwickelt.

S.M: Das heißt, die Idee ist dann direkt im Studio entstanden?

N.B.: Ja, es ist alles direkt dort entstanden. Wir haben kurz geredet, was mich gerade so beschäftigt im Leben und so weiter, dann hat der Philipp seine Gitarre genommen und im Zuge dieser Session ist dann die komplette Musik und der Text entstanden. Es war noch nicht das perfekte Endergebnis, ich bin daher an einem anderen Tag nochmal ins Studio gegangen, um den Gesang in einer finalen Version einzusingen. Dann haben die Jungs von Hookepack noch perfektioniert und alles gemischt. Dann war alles fertig, sie haben mir das geschickt und ich war total gegeistert. Und dann verging nicht mehr viel Zeit, bis wir den Titel „Happy“
schließlich veröffentlicht haben.

S.M.: Und wo kann man den Titel nun hören?

N.B.: Überall wo’s Musik gibt – also Spotify, YouTube und sogar auf Amazon.


S.M.: Der Liedtext ist ja eigentlich sehr ernst – wie passt das zum Songtitel „Happy“?

N.B.: Ich bin ja eigentlich ein sehr lebensfroher Mensch, aber es gibt eben auch Tage, wo ich mir denke: Ja, passt eh alles, ist eh alles schön, aber irgendwas fehlt mir trotzdem zum glücklich sein. Es gibt auch eine Textzeile, die lautet „Ich hab morgens Energie, dann bin ich ausgebrannt, trink Kaffee kurz vor sieben, leg mich hin um acht“. Also, in einem Moment bin ich voll motiviert und denk, das mach ich jetzt und dann werde ich aber
auch schnell wieder demotiviert.

S.M.: Wie geht’s bei dir musikalisch weiter? Stehen weitere Projekte an?

N.B.: Ja, ich hab auf jeden Fall voll Lust bekommen und hoffe, dass sich wieder was ergibt. Noch bestehen keine konkreten Pläne, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

S.M.: Würdest du das Projekt HITBASE weiterempfehlen?

N.B.: Ja, absolut! Vor allem mit dem Andi und dem Philipp – die sind so chillig. Bevor ich hingekommen bin, war ich schon ein wenig unsicher, wie das sein wird, wenn ich da jetzt reinkomme zu zwei Produzenten, aber die sind einfach so nett und man fühlt sich absolut ernstgenommen und willkommen. Die ganze Atmosphäre ist einfach total nett. Also wenn man die Chance bekommt, würde ich das auf jeden Fall empfehlen zu machen, weil es ist schon sehr, sehr cool und eben voll professionell. Vor allem auch mit einem sehr coolen Ergebnis!

S.M.: Vielen Dank für das Gespräch! «